Der deutsche Mittelstand hinkt der Digitalisierung hinterher. Damit sich das ändert, bezuschusst das neue Förderprogramm “Digital Jetzt” bis zu 70 Prozent der Kosten für die Implementierung digitaler Systeme in mittelständische Unternehmen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Online-Seminar “Digital Jetzt” am 23.10 von 11-12 Uhr

  • Welche Maßnahmen werden gefördert?
  • Wer ist antragsberechtigt?
  • Wie hoch ist die Förderung?
  • So beantragen Sie das Programm und darauf müssen Sie achten
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Sie brauchen eine Cloud-Lösung, einen 3D-Drucker oder wollen Prozesse im Betrieb digitalisieren? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das neue Förderprogramm „Digital Jetzt“ unterstützt Unternehmer bei der Implementierung digitaler Technologien im Betrieb.

Das Beste: Auch eine Kombination mit dem Förderprogramm „go-digital“ ist möglich. Den notwendigen Digitalisierungsplan und abschließenden Prüfbericht erstellt dann ein autorisierter IT-Berater. Die Kosten können Sie über “go-digital” bezuschussen lassen.

Die wichtigsten Antworten zu “Digital Jetzt”

Macht “Digital Jetzt” für mich Sinn?

Das neue Förderprogramm sollten Sie nutzen, wenn Sie planen Ihren Betrieb digitaler aufzustellen. Auch wenn Sie das Thema Digitalisierung schon länger angreifen wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das sind die Ziele des Programms:

  • Branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Bessere digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen und Wettbewerbsvorteil durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkere Innovationskraft
  • Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Welche Investitionen kann ich mit „Digital Jetzt“ fördern lassen?
Das Programm besteht aus zwei Modulen, die einzeln und in Kombination beantragt werden können.
Im Modul 1 werden Investitionen in digitale Technologien, z.B. in Hard-/Software gefördert

  • Datengetriebene Geschäftsmodelle
  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Cloud-Anwendungen
  • Big Data
  • Sensorik
  • 3D-Druck
  • IT-Sicherheit und Datenschutz.

Das Modul 2 unterstützt Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten in Digitalthemen

  • Erarbeitung und Umsetzung einer digitalen Strategie im Unternehmen
  • IT-Sicherheit und Datenschutz
  • Digitales Arbeiten und Erwerb nötiger Basiskompetenz

Welche Ausstattung schließt das Programm aus?
Nicht gefördert werden u.a.

  • die Beschaffung einer erstmaligen IKT-Grundausstattung
  • Ersatz- oder Routineinvestitionen
  • der Einsatz eigener Entwicklungskapazitäten für Innovationen

Wie hoch ist der maximale Förderbetrag?
Pro Unternehmen können maximal 50.000 Euro gefördert werden. Handelt es sich um Investitionen von Wertschöpfungsketten und/oder -netzwerken liegt die Fördergrenze bei 100.000 Euro pro Unternehmen. Die minimale Fördersumme beträgt 17.000 Euro in Modul 1 und 3.000 Euro in Modul 2.

Wie hoch ist der Zuschuss für meine Betrieb?
Die Höhe des Zuschusses hängt von den Investitionskosten ab. Die Förderquote (in % der Investitionskosten) ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen, gelten für Anträge, die bis zum 30. Juni 2021 eingehen, höhere Förderquoten. Ab dem 1. Juli 2021, gelten die ursprünglich vorgesehenen Förderquoten.

Förderquoten bis 30. Juni 2021

  • Bis 50 Beschäftigte: bis zu 50 %
  • Bis 250 Beschäftigte: bis zu 45 %
  • Bis 499 Beschäftigte: bis zu 40 %
Förderquoten ab 1. Juli 2021

  • Bis 50 Beschäftigte: bis zu 40 %
  • Bis 250 Beschäftigte: bis zu 35 %
  • Bis 499 Beschäftigte: bis zu 30 %
Wie können bis zu 70 Prozent Förderung erreicht werden?

Kleine Unternehmen, die in strukturschwachen Gegenden ansässig sind, können höhere Fördersätze beantragen. Außerdem sind solche Erhöhungen möglich, wenn Kooperationen mit anderen Unternehmen eingegangen werden. So sind bis zu 70 Prozent erreichbar. Welche Förderhöhe in Ihrem Fall möglich ist, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Wer kann einen Antrag für „Digital Jetzt“ stellen?
Die Förderung können folgende Betriebe beantragen:

  • Mittelständische Unternehmen aus allen Branchen, auch Handwerksbetriebe und freie Berufe
  • Mittelständische Unternehmen mit 3 bis 499 Beschäftigten

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Will ein Betrieb „Digital Jetzt“-Zuschüsse beantragen muss er einen Digitalisierungsplan vorlegen. Dieser

  • beschreibt das Vorhaben zur Digitalisierung,
  • legt die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen vor,
  • zeigt den Stand der Digitalisierung im Unternehmen sowie die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition stärkt.

Muss ich den Digitalisierungsplan zwingend selbst erstellen?
Nein, das müssen Sie nicht. Beim Erstellen Ihres Digitalisierungsplanes kann Sie ein IT-Berater unterstützen. Ist dieser autorisiert, können Sie die Erstellung eines auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Digitalisierungs-Konzeptes sowie des abschließenden Prüfberichts vom Förderprogramm „go-digital“ fördern lassen.

Was ist außerdem zu erfüllen?
Betriebe, die die Förderung „Digital Jetzt“ nutzen wollen, müssen Voraussetzungen erfüllen:

  • Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in die investiert wird
  • Die Umsetzung darf erst starten, wenn die Förderungen bewilligt ist
  • Wurde der Bescheid bewilligt, muss das Vorhaben innerhalb eines Jahres umgesetzt werden
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen

Wie lange können Anträge gestellt werden?
Zuschüsse über das Förderprogramm „Digital Jetzt“ können nach derzeitigem Stand bis zum 31.12.2023 beantragt werden.

Foto: stokkete, Adobe Stock

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